Ein Haushaltsbudget scheitert selten an der Mathematik. Es scheitert daran, dass es zu genau ist. Wer 24 Kategorien pflegt, hört nach drei Wochen auf. Deshalb hier eine Fassung, die man auch im dritten Monat noch führt.
Schritt 1: Die drei Zahlen finden
Du brauchst nur drei Zahlen: Einnahmen, Festkosten und Alltagskosten. Alles andere ist Verfeinerung.
Einnahmen sind das, was tatsächlich ankommt. Festkosten sind Miete, Strom, Versicherungen, Abos, Raten – alles, was ohne Dein Zutun abgeht. Alltagskosten sind Lebensmittel, Kraftstoff, Drogerie, Kleinkram.
Schritt 2: Drei Monate zurückblicken
Nimm die letzten drei Kontoauszüge und ordne jede Buchung einer der drei Zahlen zu. Drei Monate, weil ein einzelner Monat immer eine Ausnahme ist. Rechne den Durchschnitt.
Schritt 3: Die Festkosten einmal ernsthaft prüfen
Hier liegt das größte Einsparpotenzial, und es kostet Dich nur einen Nachmittag im Jahr. Typische Fundstücke: Abos, die niemand mehr nutzt, doppelte Versicherungen, ein Tarif aus einer Zeit, in der Du ein anderes Gerät hattest.
Wichtig: Kündigen ist Deine Entscheidung, und sie darf einfach sein. Wo ein Anbieter das umständlich macht, ist das ein Grund, genauer hinzusehen.
Schritt 4: Ein Wochenbudget für den Alltag
Monatsbudgets sind zu lang, um sie zu spüren. Nimm die Alltagskosten eines Monats mal zwölf, teile durch 52 und arbeite mit diesem Wochenbetrag. Am Ende der Woche siehst Du sofort, ob es gepasst hat – ohne Tabelle.
Schritt 5: Ein fester Termin, zehn Minuten
Sonntagabend, Montagmorgen, egal – aber immer derselbe Zeitpunkt. Kontostand ansehen, Bons einreichen, Wochenbudget für die nächste Woche festlegen. Zehn Minuten genügen.
Was Gutschriften im Budget bewirken
Gutschriften aus Cashback führst Du im Budget als zusätzliche Einnahme. Das klingt nach Buchhaltung, hat aber einen praktischen Effekt: Du siehst einen Betrag, den Du zusätzlich bekommen hast und der sich gut in die Rücklage legen lässt. Wie viel dabei zusammenkommen kann, steht auf der Seite Cashback & Tankrabatt.